The Power of Corporate Culture beim Leaders Campus

Wie werde ich als Arbeitgeber zur Marke, die meine Kunden:innen und Mitarbeiter:innen begeistert? Und warum ist das überhaupt wichtig? Arbeitszeit ist ein Liveprogramm und findet in der Prime Time unseres Lebens statt – nur gelebte Unternehmenskultur hat die Power in dieser Zeit Gestaltungskraft, Innovationsstärke und digitalen Vorsprung zu kreieren. Katja Maria Huber hat dazu ein Leadership Ausbildungsprogramm mit Schwerpunkt Corporate Culture ins Leben gerufen.

Arbeitgebermarken der Zukunft – so vielseitig wie noch nie

„The C in CEO stands for culture“ – diese Worte, mit denen er sich persönlich als Kurator der Organisationskultur bezeichnet, stammen von Satya Nadella, der 2014 als CEO von Microsoft die Bühne betrat. Die Kultur, so sagt er, bestimmt den Erfolg von Unternehmen. Ist Unternehmenskultur etwa die Lösung für die aktuellen und zukünftigen Probleme von Organisationen? Und was hat Employer Branding damit zu tun?

„Great Resignation“ als Antwort auf den „War for Talents“?

Die Umbrüche am Arbeitsmarkt sind in vollem Gange und die Auswirkungen werden öffentlich diskutiert. Der Fachkräftemangel ist in aller Munde, die „Great Resignation“ ist die Antwort auf den „War for Talents“.

Laut der DEBA-Civey-Studie 2023 der Employer Branding Akademie GmbH, sind sich etwa ein Drittel aller Beschäftigten nicht sicher, ob sie sich noch einmal bei ihrem derzeitigen Arbeitgeber bewerben würden. In Zeiten des zunehmenden Arbeits- und Fachkräftemangels ist das für die Unternehmen fatal: Neben den kaum nachzubesetzenden freien Stellen müssen sie jetzt auch um die derzeitige Belegschaft bangen. Die Uhr tickt also, dass müsste beinahe jedem und jeder klar sein – doch was kann dagegen unternommen werden?

Wie reagieren Organisationen auf diese Umstände?

Der erste Reflex ist oftmals Marketing. Es wird Geld in Personalmarketing gesteckt, um das Image aufzupolieren und damit neue Leute zu finden. Bunte Kampagnen, schrille Bilder, coole Slogans – am besten viele Klicks und Aufrufe. Jede:r von uns, die/der sich in letzter Zeit auf Karriereportalen herumgetrieben hat, wird wahrscheinlich Ähnliches berichten: Stellenanzeigen und Karriereseiten, die sich kaum voneinander unterscheiden.

Work-Life-Balance, familienfreundlich, gutes Betriebsklima – ein Friedhof der Buzzwords, denen man begegnet und die sich für Organisationen nicht eignen, um sich zu differenzieren. Wenn alle das Gleiche bieten und nach außen hin gleich auftreten, was soll ich dann also bewerben? Wie kann und soll ich als potenzieller Bewerbender denn entscheiden, ob ich dort reinpasse – fachlich als auch kulturell?

Werte zählen heute mehr als Werbung

Anstatt ausschließlich in Marketing zu investieren, sollten Unternehmen ihre Prioritäten überdenken und in ihre Kultur investieren. Genau hier setzt integratives Employer Branding an. Aber, was ist eigentlich Employer Branding? Fangen wir mal damit an, ein weit verbreitetes Missverständnis aus dem Weg zu räumen: Employer Branding ist nicht Personalmarketing, genauso wie Marketing nicht gleich Markenbildung ist.

Das Ziel von Employer Branding ist die Bildung einer Arbeitgebermarke. Ein Unternehmen ist dann zur Arbeitgebermarke geworden, wenn deren Image als Arbeitgeber bei relevanten Bezugsgruppen mehrheitlich übereinstimmt, sich jedoch in der Wahrnehmung deutlich von anderen Organisationen differenzieren kann.

Dafür müssen für potenzielle Mitarbeiter folgende Fragen klar beantwortet werden:

  • Wofür steht das Unternehmen als Arbeitgeber?
  • Was unterscheidet das Unternehmen von anderen Arbeitgebern?
  • Wohin will sich das Unternehmen entwickeln?
  • Welche Eigenschaften muss ich als Mitarbeitender mitbringen, um in der Unternehmenskultur leistungsfähig und erfolgreich zu sein?

Integratives Employer Branding ist ein Prozess

Nach außen unterscheiden wir uns von anderen Arbeitgebern durch unser Innerstes, unsere Unternehmenskultur. Integratives Employer Branding ist somit ein Prozess der Identitäts- und Organisationsentwicklung. Das Personalmarketing ist hier nur ein Teilbereich, um die definierte Arbeitgeberpositionierung zu platzieren.

Wir brauchen eine authentische Basis, die aus inneren Faktoren gebildet wird – also aus den Menschen in der Organisation. Deren Werte sind ausschlaggebend für die Identität des Unternehmens und für ihre Zusammenarbeit. In diesem Sinne definierte Arbeitgebermarken haben unweigerlich eine Strahlkraft nach innen und nach außen.

Katja Maria Huber, DEBA Austria GmbH

In einer Zeit von großer Unsicherheit muss die Arbeitgebermarke für die Menschen wie ein Lagerfeuer sein. Eines das Zugehörigkeit und Identifikation bietet, Vertrauen fördert, Stabilität und Halt geben kann sowie unsere Motivation und Leistungsbereitschaft anspornt.

Das gemeinschaftliche Erlebnis am Lagerfeuer ist dem individuellen Funken der Begeisterung gewichen – der digitale Funken verbreitet sich anders. Die Lagerfeuer sind hochgradig flexibel, technologisch und individuell geworden, somit sind die Arbeitgebermarken der Zukunft so vielseitig wie noch nie.

Das kann massiv zum Problem werden. Denn die Individualisierung und der dabei entstandene Interpretationsspielraum sowie die Gestaltungsmöglichkeiten durch den Einsatz von KI-Technologie, sind vielen einfach zu viel geworden. Unternehmen verlieren sich im Meer von Mehr und werden zunehmend entscheidungsunfähig. Dabei sollten Sie in der Lage sein zwischen technologischen, empathischen und organisatorischen Instanzen zu wirken, um Handlungsspielräume klarer zu erkennen und gezielt ausbauen zu können.

Identifikation mit Unternehmenskultur macht den Unterschied

Die Identifikation mit der Unternehmenskultur macht heute 30% des Unternehmenserfolges aus. Integratives Employer Branding ist damit zum wichtigen Leadership Thema geworden – nach innen und außen. Denn das, was Unternehmen speziell macht und von anderen unterscheidet, liegt im Inneren, in der Kultur, auch in der Art und Weise wie Entwicklung, Re-Skillung und Up-Skilling gedacht und gelebt wird.

Eine authentische Arbeitgebermarke kommuniziert mehr als nur Buzzwords. Sie ermöglicht die Ressourcen für eine lebenswerte Unternehmenskultur. Kommunikation hat damit einen neuen Stellenwert, denn interne Agenden werden zukünftig weitgehend automatisiert ablaufen – z.B. durch den gezielten Einsatz von Enterprice-KI oder Open-KI-Lösungen.

Was ohnehin nicht aufzuhalten ist: Die Art und Weise der Arbeitsleistung und Zusammenarbeit verändert sich. Kreativität und eine Kultur des gemeinsamen Gestaltens sollten unbedingt die Prioritäten darstellen. Ohne ein Miteinander auf Augenhöhe wird es schwer, motivierte Menschen zu finden und diese integrativ zu binden – nicht um jeden Preis, aber mit Begeisterung, Freude und Sinn!


Leaders Campus Ausbildungsprogramm mit Schwerpunkt Corporate Culture

Die Kooperation mit Katja Maria Huber, DEBA Austria GmbH, ermöglicht unseren ILS-Partnern in ihr neues Ausbildungsprogramm mit dem Schwerpunkt Corporate Culture hineinzuschnuppern. Der Leaders Campus Impuls-Workshop speziell für CEOs und Führungskräfte aus den Bereichen HR, Management und Marketing findet im Rahmen des ILS2024 statt. Learnings & Conclusio der Workshop-Teilnehmer werden anschließend beim interaktiven Corporate Culture Forum präsentiert:

  • 17. September 2024 | Leaders Campus Impuls-Workshop | im Vorfeld des ILS2024 für ILS-Partner!
  • 19. September 2024 | Corporate Culture Forum | Learnings & Conclusio der Workshop-Teilnehmer

Einladung zum Impuls-Workshop für ILS-Partner

Als ILS-Partner können Sie sich demnächst über unsere Website für den Workshop registrieren. Falls Sie bereits ein Partnership-Ticket für den ILS2024 haben, können Sie die Anmeldung gegen Ende Juli über ihr Teilnehmer-Konto vornehmen. Die öffentliche Registrierung wird mit Anfang August freigeschalten. Limitierte Teilnehmerzahl – es werden 8-10 Plätze vergeben!


Lesen Sie mehr über unsere Expertin Katja Maria Huber in unserem Recap zu Taste the Future: KI, Future Skills & Arbeitswelten von morgen. Beim Micro Event am 13. Juni 2024 in Wien diskutierte eine Expertenrunde aus den Disziplinen Digitalisierung, Female Leadership, Künstliche Intelligenz, Human Resources, Unternehmensführung, Logistik, Wirtschaft und Wissenschaft.

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Katja-Huber
Katja Maria Huber
DEBA Austria GmbH
Fotocredits: Katja Maria Huber und Independent Logistics Society | Monika Fellner

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