Die Energie AG zählt zu den führenden Infrastruktur- und Dienstleistungskonzernen Österreichs. Neben der sicheren Versorgung mit Energie engagiert sich das Unternehmen intensiv in den Bereichen Umweltservice, Ressourcenmanagement und Kreislaufwirtschaft. Gerade an der Schnittstelle zwischen Energie, Entsorgung und nachhaltiger Ressourcennutzung entstehen innovative Lösungen, die Unternehmen dabei unterstützen, ökologische Verantwortung und wirtschaftlichen Erfolg miteinander zu verbinden.
Über diese Entwicklungen, aktuelle Herausforderungen und Chancen für die Zukunft haben wir mit Lukas Wessely, Geschäftsführer der Energie AG Oberösterreich Umwelt Service GmbH, gesprochen.
Die Kreislaufwirtschaft gilt als wichtiger Hebel für mehr Nachhaltigkeit, gleichzeitig stellt die praktische Umsetzung viele Unternehmen vor Herausforderungen. Welche Erfahrungen macht die Energie AG bei der Verbindung von Ressourcenschonung, Energieversorgung und wirtschaftlicher Effizienz?
Der wichtigste Aspekt liegt wie so oft in der umfassenden Planung und Beratung. Unternehmen mit klarer Zielsetzung und entsprechender Expertise, sei es intern oder durch externe Partner, können die Herausforderungen der Kreislaufwirtschaft erfolgreich bewältigen und diese sogar als Chance für Innovation und Wettbewerbsvorteile nutzen. Hier können wir als EAG Umwelt Service neben der kreislaufwirtschaftlichen Komponente, von der Planung über die Umsetzung bis hin zur Dokumentation, auch die energiewirtschaftliche Expertise des Mutterkonzerns einbringen. Dadurch ermöglichen wir ganzheitliche Lösungen, die Ressourcenschonung, Versorgungssicherheit und wirtschaftliche Effizienz miteinander verbinden. Unsere Erfahrung zeigt, dass nachhaltige Maßnahmen besonders erfolgreich sind, wenn sie von Beginn an als integraler Bestandteil der Unternehmensstrategie betrachtet werden.
Erneuerbare Energien werden für Unternehmen immer wichtiger. Welche Entwicklungen werden aus Ihrer Sicht die nächsten Jahre besonders prägen?
Speichertechnologien werden dabei eine entscheidende Rolle spielen. Die wichtigste Themenstellung wird das längerfristige Verfügbarmachen der produzierten Energiemengen sein. Aus meiner Sicht wird künftig weniger die reine Energieerzeugung im Fokus stehen, sondern vielmehr die Frage, wie erzeugte Energie effizient gespeichert und genau dann verfügbar gemacht werden kann, wenn sie gebraucht wird. Mit dem steigenden Anteil erneuerbarer Energien wird die Flexibilität des Energiesystems zunehmend wichtiger. Neben klassischen Batteriespeichern werden auch innovative Lösungen wie Wasserstofftechnologien oder intelligente Energiemanagementsysteme an Bedeutung gewinnen. Unternehmen werden verstärkt darauf achten müssen, ihre Energieversorgung flexibel, resilient und wirtschaftlich zu gestalten.
Welche Rolle spielen Partnerschaften zwischen Energieversorgern, Industrie, Logistik und öffentlicher Hand, wenn es darum geht, die Kreislaufwirtschaft in Österreich voranzubringen?
Die Kreislaufwirtschaft ist aus meiner Sicht nur gemeinsam erfolgreich umsetzbar und muss auch im Interesse aller Beteiligten sein. Themen wie Ressourcenverfügbarkeit, Ver- und Entsorgungssicherheit sowie die Resilienz unserer Wirtschaft können nur durch enge Zusammenarbeit sichergestellt werden. Jede Branche bringt dabei ihre eigene Expertise, ihre Infrastruktur und ihre Perspektive ein. Energieversorger, Industrieunternehmen, Logistikdienstleister und öffentliche Institutionen müssen gemeinsam Lösungen entwickeln, die praktikabel, wirtschaftlich und nachhaltig sind. Gerade beim Aufbau funktionierender Stoffkreisläufe oder neuer Verwertungswege sind partnerschaftliche Ansätze der Schlüssel zum Erfolg. Je stärker die Zusammenarbeit entlang der gesamten Wertschöpfungskette gelingt, desto größer ist das Potenzial für nachhaltige und zukunftsfähige Lösungen.

Gibt es eine nachhaltige Gewohnheit, die Sie jedem empfehlen würden?
Eine Siebträgermaschine. Sie sorgt nicht nur für hervorragenden Kaffeegenuss, sondern bietet auch einen nachhaltigen Mehrwert. Der Kaffeesatz kann ohne zusätzliche Alu- oder Kunststoffverpackungen direkt im eigenen Garten als Dünger verwendet oder kompostiert werden. Gleichzeitig reduziert man den Verpackungsmüll, der bei vielen Einweg-Kaffeesystemen anfällt. So lässt sich eine kleine Alltagsgewohnheit mit einem bewussteren Umgang mit Ressourcen verbinden.
Wann haben Sie zuletzt bewusst eine Entscheidung getroffen, um Ressourcen zu sparen oder nachhaltiger zu handeln?
Mit der Anschaffung der oben erwähnten Siebträgermaschine. 😉 Darüber hinaus versuche ich im Alltag immer wieder bewusst Entscheidungen zu treffen, die Ressourcen schonen, sei es durch die Vermeidung unnötiger Verpackungen, die nachhaltige Nutzung von Materialien oder die möglichst lange Verwendung von Produkten. Oft sind es gerade die kleinen Entscheidungen im Alltag, die in Summe einen positiven Beitrag leisten können.
Energie AG Oberösterreich ist ein führender Energie- und Infrastrukturkonzern mit Sitz in Linz. Das Unternehmen versorgt Privat- und Geschäftskund:innen mit Strom, Gas, Wärme, Wasser sowie Telekommunikations- und Umweltservices und setzt dabei einen starken Fokus auf Nachhaltigkeit, Versorgungssicherheit und die Energiewende.

